Unsere Story

Allein seine Gnade genügt!

Unsere Chronik ist in Arbeit!

Die Story von FISH und die Vision dahinter wollen wir guten Gewissens schreiben und pflegen. Dieser Punkt ist ein längeres Projekt und ist uns sehr wichtig. Wir bitten um Verständnis für die noch vorhandene Leere bzw. die Unvollständigkeit. Die Chronik wird noch erweitert und überarbeitet.

„Der Schlüssel der Geschichte ist nicht in der Geschichte, er ist im Menschen.“

Théodore Simon Jouffroy

FISH Lausitz – eine Vision entsteht

Michael Tippner ist am 04.12.1966 in Pforzheim geboren. Er machte eine Lehre als Bäcker und konnte in diesem Beruf aufgehen. In seiner Zeit als Bäcker fand Michael mit 17 Jahren zu Jesus Christus und schloss sich der freien Gemeinde Pforzheim an. Durch eine Mehlstauballergie musste er diesen Beruf dann hinter sich lassen. Nach dieser Nachricht ging es für Michael bergab. Es folgten eineinhalb Jahre Ziel- und Haltlosigkeit, kriminelle Aktivitäten sowie Alkohol- und Drogenkonsum. Seine Gemeinde wollte ihm helfen. Michael nahm diese Hilfe aber nicht an. Er lernte am 01.05.1995 eine Gruppe junger Christen kennen wurde vom Leiter schon einen Tag später in seine Wohnung aufgenommen. Nachdem Michael den Schritt in das betreute Wohnen in Lüdenscheid genommen hatte, konnte er Heilung von der Sucht erfahren. Für Ihn hatte sein Leben wieder einen Sinn und das Verantwortungsbewusstsein kehrte zurück. Ab dem 01.04.1997 arbeitete Michael im Obdachlosencafé 34 in Lüdenscheid, zu dem 1999 eine Notschlafstelle dazu kam. In dieser Zeit wurde Michael die Radgruppenarbeit aufs Herz gelegt. Der Wunsch des Besuches einer Bibelschule wurde immer größer. Der Wunsch konnte erfüllt werden und vom 2.10.1999 bis zum 11.7.2001 besuchte Michael halbtags eine Bibelschule. Dort lernte er auch seine baldige Frau Tabea kennen. Da es Michael wieder näher in seine Heimat zog und er sich mit seiner Heimatgemeinde versöhnt hatte, wurde er 1999 wieder Mitglied in der FEG Pforzheim. Ab dem 1.1.1999 arbeitete Michael halbtags in der therapeutischen Einrichtung „Weg zur Freiheit“ in Warmbronn, die sich um Drogenabhängige kümmert. Am 01.10.2001 erfolgte die Umstellung auf Vollzeit.

Tabea Tippner ist am 14.11.1977 in Forst geboren. Sie verlebte ihre Kindheit in Krauschwitz und schloss 1998 ihre Lehre zur Krankenschwester in Niesky ab. Sie ging von dort direkt in das weit entfernte Tübingen und arbeitete dort drei Jahre. Von 1999 bis 2001 ging auch Tabea auf eine Bibelschule und lernte dort ihren Mann kennen. Während ihrer Bibelschulzeit arbeitete Tabea in der Straßenarbeit u.a. mit Personen im Rotlichtmilieu. Dort wurde ihr die Randgruppenarbeit ins Herz gegeben. Ab Oktober 2001 war Tabea zu 70% im Krankenhaus Siloah in Pforzheim tätig. Die restliche Zeit arbeitete sie ehrenamtlich ebenfalls bei „Weg zur Freiheit“.

Tabea und Michael heirateten im September 2001 . Kurz vor Ihrer Hochzeit nahmen Tabea und Michael, in Absprache mit der Bibelschule, bei einem Missionseinsatz in China teil. Während dieser Zeit wurde es für Tabea und Michael klar, dass ihre gemeinsame Zukunft in der Randgruppenarbeit in Deutschland liegt. Der Boden für FISH Lausitz e.V. war gesät und der dazugehörige Samen in ihre Herzen gepflanzt.

Die Vision wird zum Plan:

Dadurch, dass Michael und Tabea oft gemeinsam bei Tabeas Eltern in der Niederschlesischen Oberlausitz waren, begann ihr Herz für diese Region zu schlagen und der Wunsch, in dieser Region ein Vorsorgehaus entstehen zu lassen. Ab dem Jahr 2002 sahen sich Tabea und Michael dabei aktiv nach Immobilien in der Region um. Die Vision wurde Konkreter und die Vorstellungen wurden verschriftlicht und klar defininiert. Für all diese Schritte wurde immer zu Gott um Weisheit und Klarheit gebetet.
Zunächst war es das Ziel drogenabhängige Männer und Frauen aus der Region, die große Städte wie Görlitz, Bautzen, Cottbus und Hoyerswerda und alle Dörfer drum herum umfasst, aufzunehmen. Dieses Vorhaben wandelte sich dann jedoch. Aus Männer und Frauen wurden nur Männer und aus der Region wurde schnell auch deutschlandweit. Die Finanzierung wurde ebenfalls geplant. Dafür solltne das örtliche Sozialamt und Spenden verantwortlich sein. Zusammenarbeit und Netzwerk ist ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt auf dem Weg von der Vision zur Wirklichkeit. Mit enstprechenden Trägern, Ämtern, Behörden und anderen Suchtausstiegeinrichtungen in Kontakt zu treten und diesen aktiv zu pflegen ist ein entscheidener Teil der Suchtarbeit. Auch dieser Punkt wurde nach und nach in Angriff genommen.
Tabea und Michael waren sich im klaren, dass sie die Suchtkranken direkt nach der Entgiftung aufnehmen wollen. Sie wollten die Gäste dann ca. drei Monate auf dem Weg zu einer direkt anschließenden Langzeittherapie begleiten.
Es wurden damals, gemeinsam bei Weg zu Freiheit auch schon konkrete Ziele für die Vorsorgearbeit festgelegt:

  • Kontaktaufnahme während oder vor der Entgiftung
  • Suche und Bewerbung für die geeignete Langzeittherapieeinrichtung
  • Heranführung an die christliche Wertevorstellung
  • Arbeit an der körperlichen Belastbarkeit
  • Gruppen- und Einzelgespräche zu Stabilisierung der psychischen Persönlichkeit
  • Einbeziehung der nahestehenden Personen durch Gespräche etc.
  • Strukturierung des Tagesablaufes mit Freizeitgestaltung
  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Straßenarbeiten
  • Hilfestellung bei Behördengängen und beim ordnen der eigenen Unterlagen

FISH Lausitz e.V. konnte unter dem Dachverband des Sozialwerks der biblischen Glaubensgemeinde starten. Durch die Drogenarbeit „Weg zur Freiheit“ wurde auch das erste Spendenkonto „Vorsorge“ ins Leben gerufen. Schnell wurde ein Haus in der Niederschlesischen Oberlausitz gefunden und es wurden erste Gespräche über den Kaufpreis geführt. Es wurde schnell ein gemeinsamer Kaufpreis gefunden. Und doch hatte Gott anderes vor. Der Kauf verzögerte sich immer und immer mehr, Monat für Monat und das aus immer neuen Gründen. Trotzdem kündigten Tabea und Michael ihre Wohnung in Niefern und vertrauten Gott, dass er es lenken und leiten wird. Die beiden haben ein Jahr gewartet und das voller Ungewissheit. In diesem Jahr ist dann jedoch der entscheidene Schritt passiert. Am 17.04.2004 trafen sich zehn Leute zur Gründung des Vereins FISH Lausitz e.V. in Krauschwitz. Das Wort zur Gründung war Jesaja 58 Vers 6-11. Es wurde ein erster Vorstand gewählt: Isolde Ludwig, Michael Tippner , Andreas Schüle und Steffen Schröder. Michael Tippner übernahm den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Andreas und Steffen haben sich auch in unserem Freundesbrief damals vorgestellt:

Andreas Schüle:

Ich bin 1971 geboren, seit 12 Jahren mit Alexandra verheiratet. Wir haben zwei Töchter im Alter von 11 und acht Jahren und zwei Söhne im Alter von vier und zwei Jahren. Wir wohnen in Ölbronn-Dürrn (liegt bei Pforzheim). Als Diplom-Betriebswirt (BA) bin ich Abteilungsleiter in einer Sparkasse. 1988 lernte ich Michael über den damaligen Jugendkreis meiner Frau kennen. Bereits bei unserem ersten Treffen stellten wir fest, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Seitdem verbindet uns mit Michael eine so innige und tiefe Freundschaft, wie ich es noch nie erlebt habe. Obwohl – oder vielleicht gerade weil – unsere Lebensläufe dermaßen unterschiedlich verlaufen sind, ergänzten wir uns immer optimal. Michael als der Visionär und ich als der eher rationale Zahlenmensch. Selbst längere räumliche Trennungen taten unserer Freundschaft keinen Abbruch. Seit Michaels erster vager Idee von FISH bis zum heute Erreichten durfte ich Michael begleiten. Wir haben zusammengesessen, Ideen gesponnen, geplant, manches für unmöglich erachtet – und ich staune, wie Gott Michaels Vision gesegnet und in die Realität umgesetzt hat. Obwohl räumlich weit weg, wollte ich doch Michaels Bitte nachkommen, mich im Verein „FISH Lausitz e.V.“ als Vorstand zu engagieren. Ich bedauere sehr, dass ich mich wegen der räumlichen Distanz in das Tagesgeschehen in Weißkeißel nur selten einbringen kann.  Auf Michael lastet eine große Verantwortung. Meine Aufgabe seher ich deswegen eher darin, Michael ein guter Freund, Seelsorger und Anlaufstelle zu sein, bei der er sich mal richtig aussprechen oder ausheulen kann. Gleichzeitig freue ich mich über die vielen Menschen, die sich „an der Front des Geschehens“ mit unglaublicher Energie und liebevollem Einsatz engagieren. Es ist schön, nach Krauschwitz oder Weißkeißel zu kommen und von so vielen Menschen freundlich aufgenommen werden.

Steffen Schröder:

Ich bin Steffen Schröder, Jahrgang 1966, Ehemann voon Corinna und Vater von Lukas und Felix. Groß geworden bin ich in der Lausitz und habe meine geistliche Heimat in der evangelischen Bibelgemeinschaft Krauschwitz, der Heimatgemeinde von Tabea. Neben meiner Tätigkeit als Vermessungsingenieur in einem Planungsbüro und jahrelanger Erfahrung im Bereich der Computertechnik beschäftige ich mich zunehmend mit Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes. Durch den Kontakt mit Tabea Tippner und ihrem Elternhaus habe ich vor eineinhalb Jahren von der Vision der Vorsorgearbeit in meiner Heimat erfahren und meine Mitarbeit angeboten. In der Vorstandsarbeit des Vereins sehe ich mich selbst als Realist mit dem Blick für das Machbare und bin zugleich erstaunt über Gottes Wirken – weit über das hinaus, wsa wir planen oder auch nur ausdenken können.

Schnell folgten die Bescheide für Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit vom Finanzamt und vom Amtsgericht. Der Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Dresden erfolgte ebenfalls. Dann ging alles recht schnell. Am 10.09.2004 meldete sich der Immobilienmakler. Er sagte, er habe ein anderes, besser geeignetes Objekt gefunden. Michael und Tabea sind schon drei Tage später zur Außenbegehung gegangen. Elf Tage danach erfolgte die Innenbegehung und es erfolgten erste Verhandlungsgespräche. Rund einen Monat später gab es schon eine Begehung des Objektes mit dem Architekten. Mitte Oktober war es dann soweit. Michael und Tabea konnten ohne Notartermin ihre Möbel in der Garage des Wohnobjektes abstellen. Ein fast vollständiger Umzug. Michael und Tabea wurden dann, am 14.11.2004 von Pastor Maul in der FEG Pforzheim für Ihre Aufgaben ausgesandt. Es folgte der Notartermin im März 2005. Das Haus Jona, in 02957 Weißkeißel | Pappelweg 1, war geboren.

Der Plan wird umgesetzt:

Schon am 18.12.2004 war es durch die Eltern von Tabea möglich den ersten Gast von FISH Lausitz e.V. – Armin – aufzunehmen. Die Suchtarbeit hatte also bereits begonnen. Doch es gab noch viel zu tun. Es musste viel am Haus Jona gemacht werden. Der Verein musste bekannt werden. Inder Region und bei den zuständigen und wichtigen Institutionen. In der ersten Häflte des Jahres 2005 folgten daher viele Treffen und Zusammenkünfte mit Personen, Vereinen, Gemeinden und Ämtern/Behörden. Ein Netzwerk wurde aufgebaut. Es erfolgte ebenfalls ein Wechsel im Vorstand. Michael Tippner war durch seine Verantwortung für das laufende Geschäft des Vereines so eingespannt, dass er vom Vorstand zurücktrat. Seinen Platz nahm Isolde Ludwig, als neue Vorstandsvorsitzende ein. Auch Sie stellte sich in einem unserer frühen Freundesbriefe vor:

 Isolde Ludwig:
Ich bin 1957 geboren, wohne in Krauschwitz, bin verheiratet, Hausfrau und Mutter von vier erwachsenden Kindern sowie Oma von vier Enkelkindern. Aufgewachsen bin ich in einer christlichen Familie in Weißkeißel, dem Ort, indem sich das Haus Jona befindet. Als Kind besuchte ich regelmäßig und auch sehr gern den Kindergottesdienst in der evangelischen Bibelgemeinschaft Krauschwitz, in der ich seit meiner Jugend auch Mitglied bin. Tabea Tippner wuchs in der gleichen Gemeinschaft auf und ist eine Freundin unserer ältesten Tochter. Da sie um die Drogenprobleme unseres Sohnes wusste, der seit ca. zweieinhalb Jahren in einer Einrichtung für seelisch kranke untergebracht ist, sprach sie mich an, ob mir eine Mitgliedschaft im Verein „FISH Lausitz e.V. vorstellen könnte“. Für mich war das ein Ruf Gottes, dem ich gerne gefolgt bin. Nachdem Bibelwort aus Matthäus 25,40 handelnd möchte ich meinen Auftrag hier erfüllen.

Die Zeit verging rasend schnell und schon war FISH Lausitz e.V. ein Jahr alt geworden. Der erste Geburtstag musste natürlich gefeiert werden.  Über das Himmelfahrtswochende 2005 wurde gefeiert, gedankt, gearbeitet und erkundet.

Ein Jahr war vergangen und das wie im Flug. In Tabea und Michael tat sich der Wunsch auf, die betreuten Gäste nach ihrer Therapie nicht einfach im Regen stehen zu lassen. Der Gedanke eines Nachsorgehauses war entstanden, denn die meisten Gäste wollten nach der Therapie wieder zu FISH zurück. Auch dieser Gedanke wurde weiter und weiter gesponnen und wurde Wirklichkeit, aber dazu später mehr.

Gott lenkt und leitet auch das Umfeld von FISH. Die Nachbarn des Hauses Jona nahmen den Verein und jeden einzelnen herzlich auf und an. Das ist bis heute so geblieben. Das Team rundherum um Tabea und Michael wuchs schnell und beständig. In dieser Zeit fing auch die Seelsorge bei FISH an. Rainer Kreisel ist seitdem für nahezu alle FISH’is ein wertvoller und wichtiger Berater, Gesprächspartner und Wegbegleiter geworden. Rainer Kreisel macht diese Arbeit bis heute bei FISH. Für die Freizeitgestaltung war Susan Preuss teil des Teams. Sie hat die Arbeit mit Alkoholikern auf dem Herzen getragen und auch mit eben jenen zusammengelebt und ihnen geholfen. Im November folgte die Gründung des Schulteams. Durch das Schulteam wird Präventionsarbeit geleistet. Es wird über Drogen und deren Auswirkungen aufgeklärt und authentisch und lebendig über das Thema Sucht gesprochen. 6000 Jugendliche sollen Stand November 2005 damit pro Jahr erreicht werden. Gaby und Daniel hatten sich zu Beginn dieser Aufgabe angeommen und begannen ab Mai 2006 in die Schulen zu gehen.

In der zweiten Hälfte des Jahres waren dann alle Umbauarbeiten abgeschlossen und das Haus Jona war wie neu. Die Deckung des Daches konnte zum Beispiel komplett an nur einem Tag erledigt werden. Eines neues Lebensgefühl sowie eine höhere Lebensqualität waren nun vorhanden. Auch der Gästebetrieb nahm immer mehr Fahrt auf und das Haus Jona etablierte sich als Vorsorgehaus in der Region und bei den Behörden sowie Einrichtungen. Für die Durchführung der Buchhaltung konnte auch endlich ein aktueller PC gekauft werden, womit diese Aufgaben auch unter guten Arbeitsbedingungen erledigt werden konnten. Dieser Kauf wurde durch die PLANSCUR-Stiftung unterstützt. Im Herbst des Jahres folgten Verhandlungen für das Nachsorgehaus und am 19.12.2006 war es soweit. Kurz vor Weihnachten gehörte das Haus FISH für 40.000€! Es wurde auf den Namen Kaleb getauft.

Wie durch ein Wunder bekamen wir im Frühling des Jahres 2006 intakte Heizkörper geschenkt. Diese können wir jetzt im Haus verwenden. Die Renovierungsarbeiten am Haus dauerten noch eine ganze Weile an. Dank der vielen fleißigen Hände, waren die Arbeiten kein Problem. Gaby und Matthias Eckle waren die ersten Hauseltern im Haus Kaleb. Gaby ist mittlerweile leider verstorben.
Der 04.01.2007 war ein ganz besonderer Tag. Wir konnten in Gemeinschaft die erste Hochzeit von einem unserer Gäste feiern. Günter und Rita hatten sich gefunden und verlebten gemeinsam mit der FISH-Familie einen wunderschönen Tag. Wenige Tage später, am 27.1.2007, konnte Joshua Immanuel Dick geboren werden, Sohn von Annette und Armin Dick. Er war das erste neugeborene Kind eines Gastes. In dieser Zeit nahm auch die Zusammenarbeit mit der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Weißwasser immer mehr zu. Es war und ist ein dankbares und hilfreiches Miteinander. Das Jahr 2007 flog dann nur so an uns vorbei und das Haus Kaleb konnte fertig gestellt werden. Dank Mathias Trautmann haben wir ein neues und schönes Hoftor im Haus Jona erhalten. Das Tor steht heute noch.

Der Höhepunkt des Jahres war definitiv der Freundestag und der Tag der offenen Tür bei uns. Gott half uns auch in diesem Jahr durch und bewahrte wo es nur ging. Wir waren in diesem Jahr immer komplett ausgelastet im Haus Jona und das Haus Kaleb hatte ebenfalls guten Betrieb.
Im Jahr 2008 haben wir dann unser Café Lighthouse als stadtmissionarisches Projekt eröffnet und renoviert. Auch dazu haben wir dankenswerterweise viele helfende Hände gehabt und konnten die Renovierungsarbeiten im gleichen Jahr abschließen.

Im Erdgeschoss des Haus Kalebs wurde ein neues Büro eingerichtet, da das Büro im Haus Jona nicht mehr ausreichte (Platz- und auslastungsmäßig). Die neue Geschäftsstelle in der Görlitzer Straße 17 wurde somit geboren. Bis heute ist sie das. Es wurde weiter viel in und an den Häusern gearbeitet. Irgendwas fiel immer an. Auch das Schulteam wurde größer. Die berichtenden Gäste wechselten regelmäßig und das Team war wirklich fast jede Woche unterwegs, manchmal auch mehrfach. Danke an jeden einzelnen für seine Überwindung.

2009 feierten wir unser fünfjähriges Bestehen. Wir wuchsen weiter und weiter und konnten auch in diesem Jahr ein ausgelasteten Gästebetrieb erfahren. Das Café Lighthouse entwickelte sich hin zu einem Ort für Veranstaltungen und Begegnungen abseits vom „normalen“ Betrieb. In diesem Jahr entstand auch unser Gartenteich im Garten des Haus Kaleb. Im Dachboden des Nebengebäudes des Haus Jona wurde ein Sport- und Fitnessraum eingerichtet. Beide Arbeiten sind heute noch da. Ende des Jahres eine weitere wichtige Entscheidung. FISH Lausitz e.V. expandierte weiter, und zwar nach Hoyerswerda. Die Planungen für das Haus Jakob fingen an.


FISH hat sich in dieser Zeit um einen neueren Internetauftritt bemüht und konnte so im Jahr 2009 eine neue Website präsentieren. Auch dieses Jahr ging schnell vorbei und wir sind gemeinsam in das Jahr 2010 gestartet. Die Arbeit im Café Lighthouse floriert und eine kleine Handelsstelle für Bücher entsteht. Auch das Büro im Café wird verändert. Das Haus Jakob wurde rechtskräftig und notariell beglaubigt gekauft. Ende Mai 2011 ging es dann in den Besitz von FISH Lausitz über. Der Aufbau dieses Hauses sollte uns noch eine ganze Weile begleiten. Die Aufgaben bei FISH wurden immer Umfangreicher und im Herbst des Jahres 2011 entschieden sich Michael und Tabea dafür, die Geschäftsleitung des Vereins einer anderen Person in die Hände zu legen. Zu diesem Zweck hatte Gott Benjamin Schmidt zu FISH Lausitz geführt. Er kam aus Baden-Wüttemberg in die Lausitz und hatte seine Ausbildung zum Sozialarbeiter Schwerpunkt: Betriebswirtschaft absolviert. Bei FISH Lausitz konnte er diese theoretisch erlernten Fähigkeiten in der Praxis umsetzen und eben jene kennenlernen.  Wir konnten im Jahr 2011 ebenfalls den Hof des Hauses Jona neu pflastern und die Terasse im anschließenden Garten überdachen. Im Jahr 2012 gab es einen Wechsel im Vorstand. Andreas Schüle trat aus dem Vorstand zurück und Harald Altmann wurde das neue Vorstandsmitglied. Er kümmert sich seitdem um die Finanzen und ist noch heute Teil des Vorstandes. Auch im Haus Kaleb tat sich einiges. Das Arbeitskonzept im Haus wurde komplett überarbeitet und es gab einen Wechsel bei den Hauseltern. Gaby und Matthias Eckle wurden herzlichst verarbschiedet und wir sind Ihnen noch heute sehr dankbar! Ariane und Damir Bolko sind durch Gottes Plan und Führung die neuen Hauseltern geworden und sind es bis heute.

Die Bücherarbeit im Café Lighthouse trägt ebenfalls Früchte und wir können dadurch einige Anschaffungen mehr tätigen. Im Jahr 2013 änderte sich unsere Mitarbeitersituation. Christiane kam ab dem 15.8.2013 zu uns und bereicherte als Sozialarbeiterin den Vereinsalltag. Ariane Bolko meisterte mit Tabea gemeinsam den Büroalltag. Nach 9 Jahren aktiver Mitarbeit im Verein als Vorstandsvorsitzende zog sich Isolde Ludwig von diesem Posten zurück und übergab den Vorstandsvorsitz an Michael Tippner. Auch Steffen Schröder zog sich aufgrund von starker beruflicher Forderung aus dem Vorstand zurück.


Im Jahr 2014 wurde einiges im Haus Jakob geschafft. So konnten Gerüste gekauft und Elektrik installiert werden. Handwerker wurden aquiriert und Kontakte geknüpft. Auch beim Trockenbau ging es voran. In diesem Jahr feierten wir auch 10-Jähriges Jubiläum und konnten dies in einem wunderbaren und großen Rahmen tun. Es folgten Meilensteintechnisch leere aber wichtige und erfahrungsreiche Jahre. In 2015 und 2016 haben wir viel Gnade und Liebe von Gott erfahren. Alle unsere Häuser konnten wachsen und auch die Arbeit im Café Lighthouse wurde umfangreicher. Wir konnten keine 1-Euro-Jobber mehr einstellen, da diese Maßnahmen ausliefen. Trotzdem funktionierte unsere Vereinsarbeit, dank Gottes Hilfe, sehr gut. In der Arbeit des Vorstandes kamen zwei mehr oder weniger neue Gesichter hinzu. Lutz Mevius und Michael Tschapek. Michael Tschapek unterstützt FISH in besonderer Weise auch vor Ort in Hoyerswerda am Haus Jakob. Im Jahr 2018 haben wir  unser Café Lighthouse geschlossen und beschlossen, ein neues Begegnungscafé in Weißwasser aufzubauen. Das Café Kompass nahm schnell Gestalt an und schon Ende 2019 konnten wir das Café eröffnen.

Wir konnten in diesem Jahr ebenfalls 15 Jahre FISH Lausitz e.V. feiern. Corona hinterließ natürlich auch bei uns Spuren und unsere Projekte, im besonderen das Haus Jakob und das Café Kompass, gingen nur langsam voran.  Wir konnten Anfang 2021 mit Martin Angersbach und Birgit und Christoph Nicko zwei Arbeitsanleiter und eine Leiterin fürs Café Kompass gewinnen.  Das Haus Jakob wird noch dieses Jahr (2021) bezugsfertig. Wir sind Gott und allen Begleitern, Helfern und Spendern sehr dankbar und freuen uns diese Chronik noch weiter mit Ereignissen zu füllen.

Liebe Grüße, FISH Lausitz e.V.


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