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Lebensberichte


Peter

Peter

Begegnungen mit Menschen können uns prägen. Begegnung mit Gott verändert und befreit Menschen. Mit dem wunderbaren Zeugnis von Peter wollen wir an alle kostbaren Männer und Ihre Angehörigen gedenken, die in den letzten 10 Jahren bei FISH begleitet wurden und früh aus dem Leben schieden. Gottes große Gnade gibt uns Trost und Hoffnung.

Peter kam am 18. Februar 2008 aus Großschweidnitz zu uns. Sein Ziel war eine Traumatherapie, um seine Vergangenheit zu bewältigen und seine Suchtgeschichte zu bearbeiten. Er war aufgrund einer Leberzirrhose körperlich sehr angeschlagen. Sein psychisches Befinden schwankte. Die Zusage für die Traumatherapie ließ auf sich warten. Peter hörte immer wieder Gottes Wort und wir sprachen viel über das Leben und Sterben. Er war durch seine ruhige, hilfsbereite Art in unserem Haus von allen Wertgeschätzt.

An einem Montagmorgen im August ging Peter vor dem Frühstück in unseren Garten und sprach dort das erste Mal ein Gebet: „Gott in mir und ich in Dir.“ Gott begegnete ihm in seiner Liebe und alle Last fiel von ihm ab. Er war frei, glücklich und spürte inneren Frieden. Wir bemerkten Peter´s Veränderung sofort, er lachte viel, erzählte und kam aus sich heraus, jedoch kannten wir den Grund nicht. Mittwochvormittag kam er auf mich zu und sagte: „Tabea, ich muss Dir unbedingt etwas erzählen!“ Ich freute mich mit ihm und machte ihm Mut, es weiterzuerzählen. Seit Montag hatte Peter auch keine Alpträume mehr und konnte Nachts durchschlafen.

Samstag waren wir zum Gottesdienst nach Hoyerswerda eingeladen. Peter hatten wir erst durch ein Versehen vergessen. Er rief an und wurde nachgeholt. Er lachte. Nach dem Gottesdienst sagte er zu mir: „Ich habe noch so viel zu lernen. Wenn ich jedoch nur noch 3 Tage zu leben hätte und Gott schenkt mir soviel Freude wie jetzt, so ist das für mich total in Ordnung.“ Ich ahnte nicht, dass Peter bald heimgehen würde zu seinem Heiland. Am nächsten Dienstag hatte er noch ein paar schöne Stunden mit seiner lieben Ehefrau. Genau nach drei Tagen mussten wir um 4 Uhr morgens den Notarzt rufen, der Peter ins Krankenhaus schickte, weil es ihm plötzlich schlechter ging.

Sieben Tage konnten wir Peter dort gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinen Kindern auf dem letzten Weg begleiten. Unsere Mitarbeiter und Gäste haben ihn im Krankenhaus besucht, für ihn gebetet, mit ihm gesungen oder sind ihm einfach nur nah gewesen. Was für ein Zeugnis der Liebe Gottes, dass Peter in den letzten Stunden so viele Menschen zur Seite standen! Am Mittwoch, dem 3. September schlief er um 12 Uhr ein.

Am Tag vor seiner Krankenhausaufnahme hatte er noch seine Angehörigen angerufen: „Ich bin total glücklich und es geht mir gut, aber ich möchte euch auf meine Beerdigung einladen.“ Peter wurde auf seinem Letzten Weg von seiner Ehefrau und von seinen Kindern begleitet. Ein wertvoller, von Gott geliebter Mensch ist heimgegangen. Gott ist ihm trotz aller Umstände in seinem Leben bis zum Schluss nachgegangen – und er hat sich finden lassen. Es war für uns ein Wunder und gleichzeitig Gottes tiefer Trost, trotz dem Verlust eines wertvollen Menschen. Er ist nicht nur von uns gegangen, sondern er ist uns vorausgegangen. Ende September kam die Ablehnung seiner erhofften Traumatherapie.

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tot wird nicht mehr sein. (Offenbarung 21,4a)


Ralf

Peter

Am 08.08.05 kam Ralf aus Niesky wegen seiner Drogenproblematik zu uns. Mit seinen 19 Jahren hat er sich recht schnell im Haus eingelebt. Ralf hat sehr gut mitgearbeitet und besuchte unseren ersten Glaubensgrundkurs.

Am 17.10.05 begann seine erste Thearpie in Elbingerode. Heute arbeitet er in der Rehaeinrichtung „Wiedenhof“ in Lüdenscheid als Mitarbeiter.